war am vergangenen Wochenende. Freitag habe ich nur die Vorentscheidungen auf Erró, dem Pferd eines Freundes, mitgeritten und mich als 5. fuer die Finals am Samstag qualifiziert. Samstag waren Jódís, Bragi und ich dann aber auf einem Riesenfamilientreffen! Das ist in Island so ueblich! Alle drei Jahre wird sich dann (oft auf dem Hof, von dem die Person abstammt, dessen Nachkommen sich treffen) gross ueber ein Wochenende getroffen, gezeltet, gegrillt, verrueckte Spiele gemacht und gequatscht. Das war echt nett und interessant. Leider konnten wir wegen Bragis Arbeit nur am Samstag dort sein und da bekam ich doch tatsaechlich auch noch eine Migraeneattacke und lag die meiste Zeit flach. Blöd. Bragi und Jódís und der Rest der Familie haben sich aber köstlich amuesiert und ich war auch zum Glueck gegen Abend wieder einigermassen auf dem Damm, nachdem ich sofort bei den ersten Anzeichen der Migraene 2 Schmerztabletten verschlungen hatte.
Fotos vom Familientreffen stelle ich noch ein. Hier schonmal ein paar Fotos vom Turnier. Unsere "Truppe" war recht erfolgreich unterwegs :-)
Kobba, die Tochter meiner Freundin Gunna wurde 2. bei den jungen Reitern auf Þorri:
Gunnas Sohn Maggi ritt in der Kinderklasse auf Mósi mit:
Sein Bruder Styrmir auf Gambri (Sohn von Fálki frá Sauðárkróki, den ich seiner Zeit eingeritten habe, sehr tolles Pferd):
Unser Freund Gunnar gewann die Áhugamanna Töltpruefung und wurde 2. im B-Flokkur (Viergang) mit seinem Schecken Leynir. Ausserdem wurde sein Pferd mit dem Preis des schönsten Pferdes des Turniers ausgezeichnet. Mit Erró wurde er 3. im A-Flokkur (Fuenfgang). Gunnars Sohn Arnar wurde 2. in der Kinderklasse auf Kasperoff.
Anja Birta, meine liebe Freundin aus Egilsstaðir wurde 4. in der Profiklasse Tölt mit 7,11 Punkten!!! Sie ritt den Andvari frá Ey- Sohn Blær frá Egilsstaðabæ:
Ich auf Erró:
nochmal:
Und am Donnerstagabend als ich Erró ritt, habe ich ihn auch RENNPASS geritten! Das hat mal so richtig Spass gemacht! Ich bin da leider kein Profi aber hoffe ja, dass Ós mich im Rennpass mal etwas weiter bringen wird:
Und Kata, die ihn kaufen wollte... Und Kaja, die ihn mit hochgepaeppelt hat?
Mein Herz ist so schwer.
Mehr tot als lebendig fand ich ihn kurz nach seiner Geburt Mitte Mai bei seiner Mutter Krulla und seiner gescheckten Schwester. Er konnte nicht aufstehen, war schlapp und halb leblos. Mit Flasche und viel Geduld wurde er ein fröhliches und zahmes Flaschenlamm. Oft ging er mit uns spazieren. Auch sein schlappes Hinterbein wurde immer besser...
Heute so um 21 Uhr haben Jódís und ich ihm und den 2 anderen Laemmern noch die Abendflaeschchen gebracht. Und er war fit wie immer. Hat gierig getrunken und ist dann mit den andern abgezogen. Um ca. 22 Uhr nach Jódís´Bad sehe ich ihn alleine draussen liegen und denke noch, dass es seltsam ist, dass er nicht bei den anderen ist aber ich dachte, er schliefe fest und die anderen haetten sich derweil nur nach anderen Futterplaetzen umgesehen....
Nach Mitternacht, als ich den Fernseher ausmachen will, sehe ich, dass er immer noch unveraendert dort liegt und beginne zu ahnen...
Renne aus dem Haus und finde ihn tot und schon steiff.
Augen offen. Aufgeblaeht... tot.
Habe geweint und seine Augen zugemacht. Ihn mitgenommen in den Kuhstall. Eine Milchpulvertuete ueber ihn gelegt....
Morgen muss ich ihn begraben.
Kann es noch gar nicht fassen.
Habe noch ein paar letzte Fotos gemacht so um 19 Uhr herum. Wir hatten ihn und die anderen Flaschenlaemmer mit Muettern umgeweidet auf die Wiese zwischen den Wohnhaeusern und Jódís hatte sich so gefreut, sie zu streicheln, dort am Gartenzaun. Sie lief ohne Schuhe zu ihnen durch das nasse Gras und streichelte sie:
Das letzte Foto von ihm. Unfassbar!:
Und wenn du dich getröstet hast,
wirst du froh sein,
mich gekannt zu haben.
Du wirst immer mein Freund sein.
Du wirst dich daran erinnern,
wie gern du mit mir gelacht hast.
Antoine de Saint-Exupéry
Hinzu kommt, dass wir auch unser "behindertes" Flaschenlamm vor 2 Tagen töten mussten. Es hatte steiffe Vorderbeine und musste sozusagen immer auf den Knien herumrutschen. Ein Knie war dick geschwollen mit zunehmenden Gewicht wurde es immer schlimmer. Daher haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen. Dieser kleine Bock war echt ein Held in meinen Augen. So lebensfroh und tuechtig.
Freud´und Leid liegen oft so dicht beieinander.... Man darf die vielen gesunden Laemmer, die geboren wurden und sich nun im Hochland tummeln nicht vergessen!
James und den kleinen Helden werden wir aber auch nicht vergessen!
Jódís wird ihn Morgen sicher suchen, wenn er nicht zum Trinken kommt.... :-( Was sag ich ihr nur?
Zu Jódís' grosser Freude (wenn sie hier auch etwas, naja nennen wir es mal konzentriert, dreinschaut). Mit ihre ersten Worte nach dem Erwachen Morgens sind neben 'skýr' (eine Art Joghurt/Quark, den sie Morgens immer fruehstueckt) 'naemmer' (Laemmer) und 'Meech' (Milch) :-) :
Sir James 307 (insbesondere fuer Kaja und Kata):
Anja, ENDLICH passt diese suesse Jacke von Marie!!!
Ich schrieb ja bereits, dass Bragi und Jódís sich ein nettes Wochenende zusammen gemacht haben, waehrend Kata und ich durch die Weltgeschichte ritten. Gerade fand ich aber ueberraschender Weise auch noch Fotos davon auf meiner Speicherkarte! Bragi ist also sogar einmal dazu gekommen, seinem Hobby, dem Fotografieren, zu frönen!!! *staun*
Hier ein paar Einblicke:
Sie waren mit dem Gelaendewagen im Hochland unterwegs und haben nach Schafen Ausschau gehalten und die Waechter "Varðar" besucht:
"Ssslalom, Baby, Ssslalom!"
Die Wetterfrisur:
Sommerwetter!
Mit Takki und Steinchen durch den neuen Gartenzaun hindurch spielen!:
Den Staudamm besuchen und ueberfahren:
Vom Damm herunter schauen *grusel*:
Auf dem Damm stehen:
Und tolle Schafbilder machen!!!:
Da könnte man die Zwei doch glatt öfter zusammen "losschicken" *grins*
Von Samstag auf Sonntag! Bragi hat sich ein schönes Wochenende mit seiner Tochter gemacht und Kata und ich konnten so beide und zusammen mit 8 weiteren Reitern und insgesamt ca. 20 Pferden reiten! 60 km an 2 Tagen. Nun sind wir gluecklich aber muede :-)
Morgen tritt Kata leider auch schon wieder ihre Heimreise an! Wir hatten eine seeehr schöne Zeit zusammen und sehen uns sicher bald wieder :-)
Kata hat heute den grösseren Teil und die erste Etappe unserer Reitreise uebernommen. 16 km sind die Vier zusammen gewandert!
Weil ich mich nicht entscheiden konnte, kommen hier ein paar aehnliche Augenblicke, kurz vor dem Reiterwechsel:
Ja und weil diese kleine Dame so unkompliziert und brav ist, habe wir nun schon ein gutes Stueck des Weges geschafft! :-) Danke beste kleine Jódís!!!
Von Hofteigur aus haben Rebbi, Vin und Kjói das Gunna-Taxi bis Blöndugerði genommen. Es waren noch genau 3 Plaetze frei ;-) Morgen geht es dann von dort aus nach Húsey in die Jugendherberge am Meer!
.... ist unser heutiger Ritt. Auch Jódís' Streik, den Mittagsschlaf anzutreten, hat dazu beigetragen aber nachdem es dann wirklich Bindfaeden regnete, waren wir ihr doch dankbar! Statt dessen haben wir Klaustursel unsicher gemacht. Dort gibt es einen kleinen Zoo mit islaendischen Tieren darunter derzeit 2 Rentierkaelber! Flaschenkaelber - ganz suess. Kata bloggt nachher sicher noch ihre Fotos von ihnen!
Morgen ist fuer Nachmittags bestes Wetter vorausgesagt. Da wollen wir unsere Reitreise fortsetzen! Drueckt uns die Daumen, dass alles klappt!
Die Fotos habe ich am 17. Juni gemacht, als wir nach Vopnafjörður zu Bragis Bruder gefahren sind aber das Wetter heute war aehnlich! Wenn ihr die Fotos einzeln anklickt, wirken sie grösser angezeigt viel schöner. Da sieht man dann erst, wie winzig die Haeuser/Tiere sind, im Gegensatz zu den Bergen! Aus dieser Gegend stammt Bragis Papa Böggi:
Pferde auf Bakkagerði:
Im Vesturárdalur bei Vopnafjörður:
Im Böðvarsdalur kurz hinter der Hellisheiði:
Ketilsstaðir/Hlíð, das ist der Hof, von dem Bragis Papa Björgvin stammt und auf dem sein Bruder immer noch lebt:
Kata und ich wechseln uns ab, mit Jódís + Auto und den 3 Pferden :-) Das hat an unserem heutigen ersten Wanderreittag (20 km) auch ganz gut geklappt. Wir sind unterwegs nach Húsey, die Jugendherberge am Meer, zu der wir mit Freunden in jedem Jahr einen Wanderritt starten. (Ricarda, wann bist Du nochmal dort???) Nur diesmal ganz von Zuhause aus. Mal sehen, ob wir zwei bzw drei, wenn man Jódís mitrechnet, es ohne eine Anhaengerfahrt organisatorisch schaffen, mit Kind und Kegel.
Fuer alle, die schon einmal hier waren: Ich bin heute mit Kjói, Vin und Rebbi nach Hákonarstaðir geritten, waehrend Jódís ihre Mittagsstunde hielt (und darueber hinaus, Kata hat also hier mit ihr die Laemmer und Huehner versorgt). Danach haben sich die Zwei mit dem Auto auf den Weg nach Hákonarstaðir gemacht, wo wir dann ein wenig pausiert haben.
Ab dort ist Kata dann, das erste Mal alleine in Island und außerdem noch mit 2 Handpferden, die restlichen 8 km bis zur Bruecke nach Merki geritten. Dort haben wir mit Ragnars Hilfe und Erlaubnis ein Stueck Wiese eingezaeunt, wo die 3 Pferde nun die Nacht verbringen.
Wir planen nun eigentlich gar nicht viel weiter in die Zukunft. Wir schauen einfach, wie weit wir kommen werden.
Morgen werden wir wahrscheinlich, bis ungefaehr Hofteigur (Gunna) reiten., Freitag bis kurz hinter die grosse Bruecke, die die Strasse Nr 1 ueber die Jökulsá fuehrt, Samstag treffen wir dann einige Mitreiter (um die 7 werden es wohl sein) und am Abend werden wir dann Húsey erreichen.... vielleicht.... wenn wir soweit kommen :-)... und dort grillen und evt. uebernachten. Wir werden berichten!
Soviele Bilder könnte ich bloggen! Aber das Wetter ist so toll, da mag man gar nicht lange am rechner sitzen! Am Wochenende haben wir bei Anja uebernachtet und hatten ein echt nettes Wochenende! Es ist so schön auf Tunghagi, ihrem Zuhause! Lecker Lasagne gabs, wir rollten mehr nach Hause, als dass wir gingen bzw. fuhren.... Einen netten Ausritt mir Ármann gabs noch und viele schöne Pferde zu sehen! Ein paar Eindruecke! Ich denke diesen hier werden hier und da noch einige folgen! :-) In loser Reihenfolge:
Anja und Skratti: Jódís hat sehr viel Zeit damit verbracht, Steine in den Fluss zu werfen:
Ausgebrochene Pferde wieder einfangen ist manchmal nicht so leicht:
Oder besser: einige davon, wollte ich euch auch einmal zeigen:
Ós macht sich sehr gut unter dem Sattel. Bin nun 4 oder 5 Mal alleine mit ihm im Zirkel geritten. Das naechste Mal geht es auf die Wiese davor! Er ist sehr fleissig aber gelassen und wartet immer schon am Weidetor, wenn ich vorbeikomme. Ich glaube, es macht ihm Spass! Er lernt schnell und reagiert schon recht fein auf einfache Hilfen.
Kata hat sich und Sir James 307 abgelichtet :-)
Bragi und ich beim Scheren einiger Schafwallache:
Die neue Aushilfe:
Fuetterung der Lammmuetter (im Stall):
Miss Moneypenny ist uns leider eingegangen :-( Wir glauben ja, sie war den Faengen eines Raubvogel entkommen, als wir sie aufgelesen haben. Leider haben wir es nicht geschafft, sie grosszuziehen und Dagmar hat sich so sehr bemueht und rumgefragt und gemacht und getan... :-( Wir werden sie nicht vergessen. So niedlich. *schnueff*
Der Tisch wurde in den Windschatten des Hauses verbracht :-)
Das Feld vor der Tuer wurde nun auch auf die erneute Aussaat von Gras vorbereitet. Es lag nun ein Jahr brach. Ebenso eine Heuwiese in Hólasel. Hoffentlich wird die Heuernte in diesem Jahr ertraeglicher (Massemaessig)...